1. Geografische Übersicht

Die Sebastian-Alberts-Höhle lieg in unmittelbarer Nähe zur Dechenhöhle in Iserlohn, genauer im Grüner Tal. Der Eingang liegt auf gleicher Höhle des Ausgangs der Dechenhöhle, nur knapp 50 Meter entfernt hangabwärts oberhalb des Besucherparkplatzes der Dechenhöhle.

2. Geologische Übersicht

Die Sebastian-Alberts-Höhle liegt im Massenkalkstrang, der sich von Hagen, über Letmathe, Iserlohn und Hemer bis hin ins Hönnetal bei Balve erstreckt. Dabei handelt es sich um Kalk aus dem oberen Mitteldevon, vor etwa 380 Millionen Jahren.
Vor rund 20 Millionen Jahren, im Tertiär, begann sich das heutige Sauerland zu heben und die Höhlenbildung begann. Mit Beginn der Eiszeiten vor rund zwei Millionen Jahren begann auch die Eintiefung der Täler. Wärend der Warmzeiten fand die eigentliche Höhlenbildung statt, die Bildung der Dechenhöhlenetage vor rund 800.000 Jahren.
Heute findet die Hohlraumbildung ca. 25m unterhalb der Dechenhöhle statt. Der Höhlenbach fließt dort in der Knitterhöhle ganzjährig.

3. Die Höhle

Bei der Sebestian-Alberts-Höhle hanelt es sich um ein weiteres Teilstück der Dechenhöhle. Es ist ein kurzes Gangstük welches durch Versturz geprägt ist. Deutlich erkennbar sind aber die Gangformen, die denen in der nahen Dechenhöhle sehr ähnlich sind.
Sehr interessant ist allerdings der 6m Schacht, der mitten im Raum fast kreisrund nach unten führt. Offensichtlich gab es hier eine Verbindung in eine tiefere Etage, die aber durch Sediment verstopft ist. Durch einen Versuch von Sebastian Alberts und Stefan Holitzer wurde versucht, die Sedimentplombe mittels Wasser auszuspülen. Leider staute sich das Wasser nur auf, sorge aber nicht für die erhoffte Freispülung der unteren Etagen. Gleichzeitig wurden sämtliche Spalten und bekannten Höhlen in unmittelbarer Nähe beobachtet, ob Wasser aus ihnen heraus sickert. Auch hier war kein Erfolg zu verbuchen.
Durch die Vermessung der Höhle konnte festgestellt werden, dass der Grund des Schachts ca. einen Meter unter dem Niveau des Parkplatzes endet. Alles deutet auf eine Etage zwischen Dechenhöhle und den aktiven Teilen der Knitterhöhle hin.
Das Ende der Sebastian-Alberts-Höhle bildet ein Versturz aus kleinem Geröll, das kein Weiterkommen ermöglicht. Weitere Fortsetzungen sind in der Sebastian-Alberts-Höhle nur im Bereich des Schachts zu erwarten, der auch deutlich bewettert ist. Der Luftzug kommt aus einer kleinen mäandrierenden Spalte im oberen Schachtbereich. Leider ist die Spalte zu eng um dem Luftzug folgen zu können.
Benannt wurde die Höhle nach einem unserer Mitglieder, der leider auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Da er die treibende Kraft bei der Grabung war, haben wir nach seinem Tod beschlossen die Höhle nach ihm zu benennen.