1. Geografische Übersicht

Die Höhlen im Hönnetal liegen alle zwischen den Städten Balve und Menden. Hier durchfließt die Hönne den Massenkalkgürtel und hat ein bis zu 60m tiefes Tal in den Felsen geschnitten. Im Westen liegt Deilinghofen mit einer kleinen Karsthochfläche, die ins Hönnetal entwässert.

2. Geologische Übersicht

Die Höhlen im Hönnetal liegen im Massenkalkstrang, der sich von Hagen, über Letmathe, Iserlohn und Hemer bis hin ins Hönnetal bei Balve erstreckt. Dabei handelt es sich um Kalk aus dem oberen Mitteldevon, vor etwa 380 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit lag das Hönnetal in einem flachen Schelfmeer in dem sich Korallenriffe bildeten.
Vor rund 20 Millionen Jahren, im Tertiär, begann sich das heutige Sauerland zu heben und die Höhlenbildung begann. Mit Beginn der Eiszeiten vor rund zwei Millionen Jahren begann auch die Eintiefung der Täler. Während der Warmzeiten fand die eigentliche Bildung der Höhlen im Hönnetal statt.
Bis heute befinden sich die Höhlen im Hönnetal in der Entstehung, was die zahlreichen Bachschwinden und Karstquellen deutlich aufzeigen.

3. Verteilung der Höhlen im Hönnetal

Am südlichen Ende des Hönnetals beginnen die Höhlen im Hönnetal mit der Balver Höhle. Richtung Norden reihen sich die Höhlen im Hönnetal wie an einer Perlenschnur auf, bis Oberröhdinghausen. Kurz vor Oberröhdinghausen biegt der Kalkzug Richtung Westen ab und bildet dort die Deilinghofer Hochfläche. Auf der Hochfläche sind ebenfalls einige Höhlen bekannt.
Aus östlicher Richtung treffen immer wieder kleinere Täler auf das Hönnetal. In diesen Bereichen gibt es meist zahlreiche Höhlen und Spalten mit Potential für größere Systeme. Die Bäche der Täler verschwinden im Karst, sobald sie die Gesteinsgrenze treffen. Die genaue Entwässerung ist aber noch nicht geklärt, da auf dem Vorfluterniveau keine Quellen zu finden sind. Auch wenn es sich um Seitentäler handelt, zähle ich die dort angesiedelten Karsterscheinungen zu den Höhlen im Hönnetal.
Bis zum Bahnhof Binolen sind Höhlen auf beiden Seiten des Hönnetals zu finden. Nördlich des Bahnhofs allerdings ist auf der östlichen Talseite kaum noch nennenswerte Verkarstung vorhanden. Von hier an beschränkt sich die Höhlen im Hönnetal auf die westliche Talseite, hier auch mit der längsten Höhle des Hönnetals, der Friedrichshöhle. Selbst im großen Steinbruch bei Apricke sind keine Verkarstungen angeschnitten worde, einzig oberflächennahme Verkarstungen sind zu beobachten.
Höhlen die sich zwischen Oberröhdinghausen und dem Bahnhof Binolen auf der östlichen Talseite befinden, sind bestenfalls große Überhänge oder Spalten.

4. Liste der Höhlen im Hönnetal