1. Geografische Übersicht

Sundern lieg wenige km südwestlich von Arnsberg, auf Höhe der Sorpetalsperre, mitten im Herzen des Sauerlands.

2. Geologische Übersicht

Die Höhlen in Sundern liegen Kohlenkalk aus dem Unterkarbon. Die verkarsteten Schichten dieses Kohlekalks nennen sich Hellefelder Kalk, Vise und Tournai. Diese Kalke sind durch ihre Karbonateinlagerungen extrem hart und wurden lange als nicht (oder nur gering) verkarstungsfähig bezeichnet. Die drei bisher bekannten Höhlen in Sundern wurden alle durch Steinbrucharbeiten gefunden und zugänglich gemacht. Äußerlich sind ansonsten keine Spuren von Verakrstung erkennbar. Es gibt aber ganz sicher weitere Höhlen in Sundern, denn nach Berichten von Anwohnern wurden beim Bau der Hochspannungsleitung über das Tal der Röhr mehrere große Hohlräume verfüllt.
Die hier anstehenden Kohlekalke bilden ein aus der Seite liegendes S. Wer einen Blick für die Beschaffenheit des Geländes hat, kann diese Struktur sogar an der Oberfläche erkennen, anhand der Senken und Erhebungen.

3. Hydrologische Übersicht

Ein direkter Zusammenhand zwischen Höhlen, Höhlenniveaus und Vorfluterniveau ist zunächst nicht zu erkennen. Die Kleine Sunderner Höhle liegt zudem sehr hoch und stellt eine vollständig fossile Höhle dar. Die Große Sunderner Höhle führt in ihrer untersten Etage einen Höhlenbach, der einige Meter verfolgt werden kann, sein Ursprung aber liegt in der Tiefe. Untersuchungen des Wassers ergaben ein Alter des Tiefenwassers von rund 4000 Jahren. In der Seidfelder Höhle ist noch kein Gewässer angetroffen worden, es ist aber durch Spalten immer wieder ein Rauschen von Wasser zu hören, was ebenfalls auf ein fließendes Gewässer hindeutet.

4. Höhlen in Sundern

  • Große Sunderner Höhle
  • Kleine Sunderner Höhle
  • Seidfelder Höhle