1. Geofrafische Übersicht
Die Teufelshöhle und Teufelsscharte liegen östlich der Stadt Attendorn, in einem stillgelegten Steinbruch. Von Attendorn kommend folgt man der L539 Richtung Finnentrop. Kurz vor dem Org Heggen liegt im linken Hang ein alter Steinbruch, der inzwischen zu einem Gewerbegebiet geworden ist. Am Rande dieses Gewerbegebiets liegen die beiden Höhlen.

2. Geologische Übersicht
Wie die anderen Höhlen in der Attendorn-Elsper Doppelmulde, liegen auch die Teufelshöhle und Teufelsscharte im devonischen Massenkalk, der Rund 360 millionen Jahre alt ist und von Korallen gebildet wurde. Der Massenkalk hat hier eine Muldenformation ausgebildet, da dieser durch seine Wasserlöslichkeit leichter abtragbar ist, als die umgebenden Gesteine.
Alle Höhlen in diesem Bereich liegen weit über dem heutigen Niveau des Vorfluters, der Bigge. Das deutet auf ein recht hohes Alter der Hohlräume hin. Eine genauere Altersdatierung wurde noch nicht vorgenommen.

3. Hydrologische Übersicht
Sowohl Teufelshöhle als auch Teufelsscharte hängen mit dem Vorfluter der Region, der Bigge zusammen. Zu Zeiten in denen der Talboden deutlich Höher lag, bildeten sich die Höhlen. Inzwischen sind sie schon lange trocken gefallen und haben keinerlei Verbindung mehr zu aktiven Höhlenteilen.

4. Die Höhlen
4.1 Teufelsloch
In der nordöstlichen Ecke des alten Steinbruchs lieg der kaum zu übersehende Eingang des Teufelsloch, am Fuß der Felswand. Hier wurde bei den Steinbrucharbeiten der Profilgang angeschnitten. Ganz deutlich kann man schon am Eingang der Höhle die gut erkennbaren Fließfacetten erkennen, die von großen Wassermengen zeugen.
Vom Eingang her kann man gebückt in die Höhlen eindringen. Nach 5m kann man bereits wieder stehen und schon hier erkennt man den Charakter des Teufelsloch. Man erkennt zwar den vom Wasser geschaffenen Profilgang, dieser wird aber immer wieder durch Klüfte im Kalkstein überprägt. Genauer gesagt, der Profilgang orientiert sich an den Klüften, de sehr eng hintereinander folgen.
Nach nur 20m trifft der Profilgang auf eine schräg stehende Schichtfuge. Hier kann man die Fuge entweder 4m runter rutschen oder 4m hoch klettern. Das Untere Ende ist ein U und führt nach dem Abstieg wieder zu einem Aufstieg. Beide Möglichkeiten nach oben zu steigen, Enden an der gleichen Stelle. Der Profilgang der die Höhle durchzieht hat hier wieder eine Kluft genutzt und sich an dieser orientiert. Die Fortsetzung der Höhle ist hier aber durch mächtige Sinter versperrt.

4.2 Teufelsscharte
Der Eingang der Teufelsscharte liegt kaum 15m westlich vom Eingang des Teufelsloch. In einer Kluft die mit Hangschutt verstopft ist, ist eine kleine Metallklappe angebracht, die die Teufelsscharte schützen soll. Der Eingang ist sehr eng, auch durch die Klappt und gepaart mit einem 1,5m Absatz nicht der leichteste Einstieg zu einer Höhle. Wesentlich komplizierte ist der spätere Ausstieg aus der Höhle. Deshalb sollte die Teufelsscharte nur befahren, wenn man genau weiß was man tut und wie man dort wieder hinaus kommt.
Die Höhle orientiert sich ganz klar an der Kluft, durch die man auch in die Höhle hinein gelangt. Nach 20m endet der Kluftgang in einer kleinen Kammer. Rechts geht es in eine unglaublich enge Schlufstelle, die für Erwachsene kaum machbar ist.
Links befindet sich ein 8m tiefer Abstieg in einen größeren Raum. Der Abstieg ist nicht ohne und sollte nur mit einer Sicherung am Seil unternommen werden. Der Raum endet am Grund in einer schmalen Spalte, die für Menschen nicht mehr befahrbar ist. Auf halber Höhe des Raum befindet sich aber eine Fortsetzung, die auch für Menschen befahrbar ist, nur leider nicht sehr weit. Schnell ist auch dieser Weg nicht weiter befahrbar und die Höhle somit schon zu ende.