Das Sauerland ist eine der höhlenreichsten Gegenden in Deutschland. Es ist nicht nur die Anzahl der Höhlen die das Sauerland so interessant macht, auch die Vielfalt die die sauerländer Höhlen bieten ist beeindruckend. Dabei gibt es so ziemlich alles was sich ein Höhlenforscher wünscht. Tiefe Schächte, hohe Klüfte, aktive Wasserhöhlen, fossile Höhlenteile, Lehm, fantastische Tropfsteine, faszinierende Klein- und Kleinstformen, bizarre Formationen und Lebewesen, große Hallen und auch enge Schlufe. Es ist einfach für jeden etwas dabei.

1. Geografische Übersicht

Die Höhlen im Sauerland liegen hauptsächlich in drei Bereichen des Sauerlands. Am nördlichen Rand des Sauerlands liegen die Kalkgebiete um Warstein und die Briloner Hochfläche. Im südlichen Sauerland liegt dann noch die Attendorn-Elsper-Doppelmulde, ebenfalls ein stark verkarstetes Gebiet. Im nordwestlichen Bereich befindet sich ein Kalkstrang, kommend von Hagen über Iserlohn und Hemer bis nach Balve.
Auch wenn die Ennepetaler Höhlen nicht unmittelbar zu den Höhlen im Sauerland gehören, zähle ich sie hier der Einfachheit halber dazu. Denn auch hier gibt es stark verkarstete Gebiete mit bedeutenden Höhlen.

2. Geologische Übersicht

Jeder der oben genannten Bereiche hat seine ganz eigenen Charakteristika und bringt unterschiedliche Höhlentypen zum Vorschein. Doch eins haben fast alle Höhlen im Sauerland gemeinsam, den Kalk. Dieser stammt aus dem Devon und ist ca. 360 millionen Jahre alt.
Zwischen Sundern im Westen und Antfeld im Osten gibt es noch eine weitere Art Kalk, den Sparganophyllumkalk. Dieser wurde gebildet vor den Massenkalken in Brilon, Warstein, Iserlohn und Attendorn.
Die Höhlen im Sauerland sind zwischen einigen hundert tausend Jahren und mehreren millionen Jahren alt. Das genaue Alter der Höhlen lässt sich nur schwer bis gar nicht bestimmen. Über die korrelation von Höhlenetagen, über Flussterassen, die bis hin zum Rhein zurückverfolgt werden können, sind Geologen davon überzeugt, dass die meisten Höhlen im Sauerland vor etwas weniger als einer millionen Jahre entstanden sind. In wie weit diese Vermutungen stimmen, müssen die weiteren Forschungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zeigen.

3. Verteilung der Höhlen im Sauerland

Die Höhlen im Sauerland teilen sich relativ gleichmäßig auf die einzelnen Karstgebiete auf. Eine große Ausnahme unter den Höhlen im Sauerland bildet aber das Karstgebiet um Sundern. Dort sind zur Zeit nur drei Höhlen bekannt. Die bedeutenste ist die Große Sundernen Höhle.
Die längste Höhle unter den Höhlen im Sauerland liegt in Attendorn, die Attahöhle. Neben der Attahöhle gibt es noch zahlreiche andere, kleinere Höhlen im Bereich der Attendorn-Elsper-Doppelmulde. Zwar kleiner als die Attahöhle, aber doch nicht unwichtig oder gar uninteressant. In einigen Bereichen gibt es sicherlich auch noch Potential für weitere großartige Entdeckungen in bekannten Höhlen oder sogar um neue Höhlen in die Liste der Höhlen im Sauerland aufzunehmen.
Weitere Höhlen im Sauerland liegen auf der Briloner Hochfläche und im Raum Warstein. Die Briloner Hochfläche bietet für jeden Geologen ein Paradis, auf Grund der Zahlreichen Ausschlüsse, Störungen und Klüften. Die Höhlen in diesem Bereich orientieren sich an eben diesen geologischen Gegebenheiten. Eine der bedeutensten Höhlen unter den Höhlen im Sauerland ist sicherlich die Rösenbecker Höhle, wegen ihrer Größe, ihrer Lage und vor allem mit den zu erwartenden prähistorischen Inhalten.
Der Warsteiner Raum ist geprägt von großen Steinbrüchen, denen auch schon einige Höhlem zum Opfer gefallen sind. Trotzdem gibt es auch hier noch ein paar tolle Objekte für die Liste der Höhlen im Sauerland.
Sehr stark verkarstet sind die Bereiche um Iserlohn, Hemer und dem Hönnetal. Besonders im Iserlohner Raum liegen einige der größten und längsten Höhlen des Sauerlands. Das Hönnetal stell sogar das höhlenreichste Tal in Deutschland dar.

4. Liste der Höhlen im Sauerland